Also mit dem Zug nach Goa. Nach einer Woche Bangalore nun endlich Weiterreise. Habe mich für die Sleeper Class im unteren Preissegment entschieden, um zu sehen, wie die Einheimischen hier reisen. 350 km in 12 h zu meinem Zwischenstopp in Hospete/Hampi für 3,40€. Das war diese Erfahrung wirklich wert ;) Dank der vielen Impressionen, Ameisen und Kakerlaken jedoch dann eine schlaflose Nacht im Schlafwagen für mich. Ich lernte Bif kennen, Studentin aus Bangalore, deren richtigen Namen ich mir nicht merken konnte. Sie war, genau wie ich nach Hampi unterwegs, jedoch um dort zusammen mit ihrem Vater, der zwischendurch irgendwann auf den Zug aufsprang, im Virupaksha Tempel zwei Tage zu beten. Ein interessantes Gespräch über Religion, Geschichte und Politik.

In Hospete angekommen, entschieden wir uns zu dritt eine Elektro Rikscha nach Hampi zu teilen. Wir organisierten mir in Hampi auch sofort eine annehmbare Unterkunft für die Nacht. Da meine Zeit begrenzt war (mein Zug nach Goa ging bereits am kommenden Morgen, 6:30Uhr), warf ich übernächtigt meine Kamera um und mein Fahrer und ich starteten zusammen eine Marathontour zu unterschiedlichen Tempeln. Hampi ist eingebettet in eine wunderschöne Landschaft. Ein Tal, umgeben von Bergen, die aus riesigen Steinen bestehen, die wahllos übereinander gestapelt erscheinen. Dazwischen Hunderte von Tempeln. Virupaksha, Vitthala mit dem Garuda Schrein, einem großer Wagen aus Stein, alle im typischen Vijayanagara Stil. Eigentlich sonst alles belagert von Touristen aus aller Welt, aber da mittlerweile Nebensaison und sehr heiß, konnte ich teilweise allein die Anlagen besichtigen. Beeindruckende Jahrhunderte alte Baukunst. Den Sonnenuntergang genoss ich dann auf einem hochgelegenen Tempel. Affen turnten über die riesigen Felsen, die von der Sonne rot leuchteten. Um den Fluss noch bei Tag zu sehen, war es dann leider zu spät, also setzte ich mich mit meinem Fahrer im Dunkeln ans Ufer, tranken zusammen ein Bier und er erzählte mir von seiner Familie.

Am nächsten Tag begann dann Teil zwei meiner Zugerfahrung in Indien. Diesmal mit AC2, klimatisierter Schlafwagen mit bezogenen Betten. Ich begann nach drei Stunden Schlaf in Hampi die Reise schlafend.

An irgendeinem Stop im Nirgendwo gab es dann Idilis und Tee zum Frühstück. Dort erfuhr ich dann auch von anderen Reisenden, dass wir demnächst durch ein Naturreservat fahren, wo der Zug die Geschwindigkeit drosselt und man Affen in ihrer natürlichen Umgebung sehen kann und an einem Wasserfall vorbei kommt. Das Reservat erwies sich dann als Dschungel, uralte Bäume besiedelt von Lianen und Affen. Mit einer Stunde Verspätung erreichten wir Vasco da Gama, wo ich bereits am Bahnhof erwartet wurde. Zusammen mit Pawas und seinem Taxifahrer Conny ging es gen Nord Goa.

Nun bin ich bereits fast eine Woche in Goa. Was kann man hier noch sagen. Traumhafte Strände, Sonnenuntergänge zum heulen, tolles Essen und dank Katya eine preiswerte, schöne Wohnung in 150 Meter zum Strand.

Eine Woche Beach ist jedoch nun genug, also plane ich die Weiterreise nach Mumbai und muss meinen Flug von Delhi nach Katmandu buchen.

Mehr demnächst..

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